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Was nach Knoblauch pflanzen?

Knoblauch ist aus einem einfachen Grund ein Glücksfall für den Gärtner: Er wird im Juli geerntet, wenn der Sommer erst zur Hälfte vorbei ist. Nach der Ernte bleibt ein Beet mit frisch gelockerter, leicht mit Nährstoffen angereicherter Erde – und bis zum Ende der Vegetationszeit bleiben noch sechs bis acht Wochen. Das ist viel Zeit für eine zweite Ernte.

Das Beet nach Knoblauch hat eine Besonderheit: Knoblauch hemmt durch sein Allicin einen Teil der Bodenmikroorganismen und desinfiziert den Boden teilweise. Für Folgekulturen ist das nur auf dem Papier ein Nachteil – in der Praxis bedeutet es saubere, erholte Erde, bereit für eine neue Aussaat.

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Was direkt nach der Knoblauchernte pflanzen (Juli)

Radieschen – Ernte nach 3–4 Wochen

Radieschen sind der absolute Champion unter den Folgekulturen nach Knoblauch. Sie sind in nur drei bis vier Wochen erntereif, und Sie schaffen sogar noch eine zweite Aussaat. Säen Sie direkt ins vorbereitete Beet, dicht in Reihen. Im Juli und August keimen sie nach zwei bis drei Tagen. Der einzige Feind ist die Hitze – bei zu viel Wärme werden Radieschen schnell holzig und verlieren ihren Geschmack. Säen Sie deshalb in halbschattige Lage oder mulchen Sie nach der Aussaat, um Feuchtigkeit und Kühle zu erhalten.

Salat – Ernte September–Oktober

Die Sommersaat von Salat nach Knoblauch ist eine der ertragreichsten Kombinationen auf kleinem Beet. Dichte Reihen aussäen oder Salatsetzlinge umpflanzen, die Sie seit Mitte Juni auf der Fensterbank vorgezogen haben. Im September ernten Sie frischen Salat, während andere Beete bereits abgeerntet sind. Wählen Sie hitzeverträgliche, schossfeste Sorten – zum Beispiel 'Batavia', 'Lollo Rossa' oder 'Oakleaf'. Bei Direktsaat das Beet täglich gießen – die Sommerhitze trocknet es schnell aus, und junger Salat verträgt Trockenheit schlecht.

Spinat – Ernte Herbst und Winter

Säen Sie Spinat im August nach Knoblauch, und bis Oktober haben Sie die erste Ernte. Eine widerstandsfähige Sorte ('Matador' oder 'Giant Nobel') übersteht zudem einen milden Winter und belohnt die Herbstaussaat mit einer frühen Ernte im nächsten Frühjahr. Spinat in lockere Reihen mit 20 cm Abstand säen – Spätsaaten bilden weniger Blätter, diese sind dafür kompakter.

Chinakohl und Pak Choi

Chinakohl ist für den Spätsommer wie geschaffen – in der Hitze wächst er kaum, aber ab Anfang August, wenn die Temperaturen leicht sinken, legt er richtig los. Ernte Ende September und im Oktober. Direkt säen oder Setzlinge pflanzen, Abstand 25–30 cm. Hervorragend für Kimchi, zum Kurzbraten oder Schmoren. Pak Choi ist noch einfacher – die ganze Pflanze nach sechs Wochen ernten oder laufend die äußeren Blätter abnehmen.

Was etwas später nach Knoblauch pflanzen (August–September)

Winterrettich (Daikon)

Winterrettich wächst langsamer, aber das Ergebnis lohnt sich. Aussaat im August, Ernte im Oktober. Die großen weißen Wurzeln von über einem Kilogramm sind ideal zum Fermentieren, geraspelt im Salat oder als Beilage. Der Anbau ähnelt dem von Karotten: tiefgründiger Boden, regelmäßige Bewässerung, kein Stickstoffdünger (die Wurzeln würden platzen).

Feldsalat (Mâche)

Von Ende August bis Ende September säen. Feldsalat überwintert, und die erste Ernte kommt früh im Frühjahr – zu einer Zeit, in der auf dem Beet noch nichts anderes wächst. Es ist eine Kultur, mit der das Beet auch über den Winter nicht brachliegt. Pflegeleicht, frosthart, mit zarten, nussig schmeckenden Blättern für Salate.

Erbsen für die Herbstaussaat

Eine weniger übliche, aber lohnende Wahl. Späte Erbsensorten – 'Kelvedon Wonder' oder 'Douce Provence' – im August ins Beet nach Knoblauch säen. Geerntet wird im Oktober, noch vor dem ersten stärkeren Frost. Erbsen wurzeln schnell, zehren den Boden kaum aus und hinterlassen das Beet nach der Ernte dank der Knöllchenbakterien an den Wurzeln mit Stickstoff angereichert.

Tabelle: Folgekulturen nach Knoblauch und ihre Termine

KulturAussaat / PflanzungErnte
RadieschenJuli – Anfang Septembernach 3–4 Wochen
SalatJuli – Mitte AugustSeptember – Oktober
SpinatAugust – SeptemberOktober, überwinternd im Frühjahr
ChinakohlEnde Juli – AugustEnde September – Oktober
Pak ChoiJuli – Augustnach 6 Wochen
Winterrettich (Daikon)AugustOktober
FeldsalatEnde August – SeptemberNovember – Frühjahr
ErbsenAugustOktober

Was nach Knoblauch besser nicht pflanzen

Knoblauch gehört zur Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae). Nach Knoblauch sollten Sie nicht pflanzen:

  • Zwiebeln, Schalotten und Lauch – sie teilen dieselben Krankheiten und Schädlinge (Zwiebelfliege, Sklerotiniakrankheit)
  • Knoblauch erneut – mindestens drei Jahre Pause am selben Standort
  • Kartoffeln – sie teilen Nematoden und Pilzkrankheiten, darunter die Kraut- und Knollenfäule, die im Boden überdauern kann
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Wie man das Beet nach der Knoblauchernte vorbereitet

Das Vorgehen ist einfach und in einer Stunde erledigt:

  1. Reste entfernen – Knoblauchhalme und Wurzeln herausziehen. Gesunde Blätter auf den Kompost geben, kranke (Schimmel) verbrennen oder in den Biomüll.
  2. Boden auflockern – leicht mit einer Gabel bis 15–20 cm Tiefe auflockern. Knoblauch verdichtet den Boden durch den langen Aufenthalt.
  3. Reifen Kompost hinzufügen – eine 2–3 cm Schicht verteilen und in die obere Erdschicht einarbeiten, um Nährstoffe zu ergänzen.
  4. Gießen und warten – ein bis zwei Tage, damit sich die Erde setzt, dann säen oder pflanzen.

Das im Juli frei werdende Knoblauchbeet ist eine der wertvollsten Gelegenheiten im Garten. Mit der richtigen Folgekultur holen Sie bis zum Herbst eine zweite Ernte vom Beet, mit der Sie im Frühjahr noch gar nicht gerechnet haben.

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