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Gartenarbeiten im Herbst: 10 Dinge, die vor dem Winter erledigt sein sollten

Der September ist der Wendepunkt im Garten — die letzten Sommerkulturen reifen noch, zugleich beginnt die Zeit, Beete, Rasen und empfindliche Pflanzen auf den Winter vorzubereiten. Was muss vor dem ersten Schnee erledigt sein?

Herbstarbeiten schiebt man leicht auf: Das Wetter ist noch angenehm, die letzten Tomaten und Paprika reifen, und es fühlt sich an, als wäre Zeit. Die meisten der folgenden Punkte haben jedoch einen festen Termin, nach dem sie keinen Sinn mehr ergeben — oder es gilt: je früher erledigt, desto besser kommt der Garten ins Frühjahr.

1. Ernten und Pflanzenreste abräumen

Sobald eine Kultur abgeerntet ist, das Kraut entfernen. Gesunde Reste (Erbsen, Bohnen, Salat) dürfen zerkleinert auf dem Beet bleiben oder auf den Kompost; alles Kranke — Braunfäule an Tomaten, Mehltau an Gurken und Zucchini — gehört in den Restmüll, denn die Sporen sterben im normalen Haufen nicht ab und die Krankheit käme im nächsten Jahr zurück.

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2. Winterknoblauch stecken

Der Oktober ist der Haupttermin für das Stecken von Knoblauch — früh genug zum Einwurzeln, aber nicht so früh, dass er oberirdisch austreibt. Er passt genau auf die Beete, die Sommerkulturen wie Zucchini oder Tomaten freigemacht haben. Das genaue Vorgehen steht im Ratgeber Wann Knoblauch pflanzen.

3. Gründüngung auf leere Beete säen

Ein Beet, das bis zum Winter nicht mehr genutzt wird, sollte nicht nackt bleiben. Gelbsenf oder Phacelia keimen auch im kühleren September, frieren über den Winter von selbst ab, und ihre Reste schützen den Boden und reichern ihn bis zum Frühjahr an — ohne dass Sie weiter etwas tun müssten.

4. Herbstlaub verwerten

Laub ist kein Abfall. Gesundes Laub eignet sich hervorragend als Mulch um Stauden, Sträucher und Obstbäume, wo es die Wurzeln über den Winter vor Frost schützt und sich allmählich zersetzt. Krankes Laub (Blattflecken, Mehltau) gehört vom Garten weg, nicht auf den Kompost und nicht auf die Beete — die Krankheit würde überwintern und im Frühjahr zurückkehren.

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5. Letzter Schnitt und Herbstdüngung des Rasens

Der Rasen wird etwa einen Monat vor dem ersten erwarteten Frost zum letzten Mal gemäht, damit er sich regenerieren kann und nicht zu kurz in den Winter geht. Ein Herbstdünger mit weniger Stickstoff und mehr Kalium stärkt die Wurzeln statt des oberirdischen Wuchses.

6. Stauden teilen und umsetzen

Spätsommer und Frühherbst sind zum Teilen überalterter Staudenhorste besser geeignet als das Frühjahr — der Boden ist noch warm, die Wurzeln wachsen also vor dem Winter an, während der oberirdische Teil nicht mehr wächst und die Pflanze weniger belastet.

7. Empfindliche Pflanzen vor Frost schützen

Junge Gehölze, Rosen und empfindlichere Stauden sollten vor den ersten Frösten angehäufelt und im Bereich der Basis mit Stroh oder Rinde gemulcht werden. Anspruchsvollere Arten wie Feige oder Hortensie freuen sich zusätzlich über eine Hülle aus Wintervlies — keine Folie, unter der Kondenswasser mehr schadet als die Kälte.

8. Wintergemüse ernten und einlagern

Kartoffeln, Möhren, Kürbis und anderes Lagergemüse wird vor den ersten Frösten geerntet und kühl und dunkel eingelagert. Wie die einzelnen Arten möglichst lange halten, beschreibt der Beitrag Ernte lagern.

9. Werkzeug und Gewächshaus kontrollieren und reinigen

Bevor das Werkzeug in den Winter geht, Erde abputzen und die Schneiden von Scheren und Grabegabeln schärfen — das erleichtert die Arbeit gleich im Frühjahr. Gewächshaus oder Folientunnel sollten ausgewaschen werden, vor allem wenn es dieses Jahr Mehltau oder Fäule gab, damit die Sporen nicht in die nächste Saison gelangen.

10. Die nächste Saison planen

Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um aufzuschreiben, was dieses Jahr wo stand — im Frühjahr erinnert man sich schlecht, dabei ist es die Grundlage der Fruchtfolge. Besonders bei Nachtschattengewächsen (Tomaten, Paprika, Kartoffeln) und Kürbisgewächsen (Zucchini, Gurken, Kürbis) lohnt es sich zu wissen, wo sie in den letzten 3–4 Jahren standen, bevor sie an dieselbe Stelle zurückkehren.

Die meisten dieser Arbeiten kosten einen Nachmittag, verteilt über den restlichen Herbst lassen sie sich ohne Hast erledigen. Was jetzt konkret gesät und gepflanzt wird, steht in den Monatsübersichten für September und Oktober.

Häufige Fragen

Wann wird Knoblauch im Herbst gesteckt?

Winterknoblauch wird im Oktober gesteckt, etwa 4–6 Wochen vor den ersten Dauerfrösten, damit er einwurzeln, aber nicht oberirdisch austreiben kann. In wärmeren Lagen also später im Oktober, in kälteren früher.

Ist es im September zu spät für Gründüngung?

Nein. Gelbsenf und Phacelia keimen auch bei kühlerem Wetter und bilden auch aus einer Septemberaussaat genug Bestand. Sie frieren vor dem Winter von selbst ab, es muss also nichts eingearbeitet werden; im Frühjahr harken Sie die Reste einfach flach ein.

Was macht man im Herbst mit dem Laub?

Am besten nicht wegwerfen. Gesundes Herbstlaub eignet sich als Mulch um Stauden und Sträucher, wo es die Wurzeln vor Frost schützt, oder es kommt auf den Kompost. Krankes Laub (Blattflecken, Mehltau) gehört in den Restmüll, nicht auf den Kompost.

Wie schützt man Pflanzen vor dem ersten Frost?

Empfindliche Stauden und junge Gehölze werden angehäufelt und im Bereich der Basis mit einer Schicht Stroh, Laub oder Rinde gemulcht, die die Wurzeln schützt. Empfindlichere Arten (Feige, Hortensie, Stammrosen) werden zusätzlich mit Wintervlies oder Jute umhüllt.

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